Dialog mit Ramana Maharshi

Weshalb nur ist die endlich gewordene Schöpfung und Offenbarung (Samsara) so leidvoll und böse?

Aus Gottes Willen.

Wie kann Gott so etwas wollen?

Das ist unerforschlich. Jener Kraft kann kein persönlicher Beweggrund untergeschoben werden; jenem Einen, Unendlichen, Allweisen, Allmächtigen Wesen kann kein Wunsch, kein Zweckwollen zugeschrieben werden. Gott ist von Handlungen, die in seiner Gegenwart geschehen, unberührt; nehmen Sie als Vergleich die Sonne und das, was auf der Welt geschieht.

Es hat keinen Sinn dem Einen, bevor es zu dem Vielen wurde, Verantwortung und Beweggründe zuzuschreiben. Den vorgezeichneten Lauf der Dinge aber als Gottes Willen anzusehen ist eine gute Lösung für das Problem des freien Willens.

Ist der Geist beunruhigt infolge eines Gefühls des unvollkommenen und unbefriedigenden Charakters dessen, was uns zustösst, oder dessen was von uns begangen oder unterlassen wird, dann ist es klug, das Gefühl der Verantwortung und des freien Willens fallen zu lassen, und sich nur als das von dem Allweisen und Allmächtigen bestimmte Werkzeug zu betrachten, und zu tun und zu leiden, wie es Ihm gefällt. Er trägt alle Lasten  –  und schenkt uns Frieden.

Aus einem Dialog mit Ramana Maharshi

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